Kommende Veranstaltungen

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Workshop: SelbstSicher bleiben - Erfolgreiche Selbstbehauptung gegen Einschüchterungen

11. April 2026 I München

Dieser Workshop verbindet die thematische Ausrichtung der No SLAPP Anlaufstelle mit Expertise im Bereich Resilienz und Selbstbehauptung. Bei SLAPPs geht es primär um Einschüchterung von öffentlicher Kritik. Entsprechend zentral ist es bei der Präventionsarbeit, mit Einschüchterungsversuchen einen möglichst guten Umgang zu erlernen - und dabei nicht nur auf rechtliche Sorgfalt und Vorbereitung zu setzen, sondern auch auf Techniken der individuellen Selbstbehauptung. Anmeldung unter contact@noslapp.de

Vergangene Veranstaltungen

Workshop: Was tun gegen Einschüchterungsversuche von mietenpolitisch Aktiven?

12. März 2026 I Leipzig

Rechtsanwalt Christian Löffelmacher klärt über äußerungsrechtliche Grundlagen auf und erläutert, wo die rechtlichen Grenzen der öffentlichen Beteiligung rund um mietenpolitische Auseinandersetzungen (nicht) verlaufen. Im Anschluss werden Perspektiven zur kollektiven Resilienz gegen rechtliche Einschüchterungsversuche dargelegt und diskutiert.

Workshop: SLAPPs gegen Umweltschutz und Menschenrechte – Prävention und Gegenwehr

10. Februar 2026 I Berlin I In Kooperation mit Green Legal Impact

Umweltaktivist:innen, Menschenrechtsverteidiger:innen und zivilgesellschaftliche Organisationen gehören zu den besonders häufig von strategischen Klagen (SLAPPs) betroffenen Gruppen. Wer Missstände öffentlich macht, Konzerne zur Rechenschaft zieht oder für den Schutz natürlicher Ressourcen eintritt, sieht sich zunehmend mit juristischen Mitteln konfrontiert – nicht um Recht zu bekommen, sondern um zum Schweigen gebracht zu werden.

Die No SLAPP Anlaufstelle zum Schutz publizistischer Arbeit in Deutschland und Green Legal Impact laden gemeinsam zu einem interaktiven Workshop ein, der Betroffene und Engagierte zusammenbringt, um konkrete Strategien zur Prävention und Abwehr von SLAPPs zu entwickeln.

Der Workshop verbindet rechtliches Hintergrundwissen mit praktischer Strategiearbeit. Zunächst analysieren wir gemeinsam die aktuelle Lage: Welche Formen von SLAPPs richten sich gezielt gegen Umwelt- und Menschenrechtsarbeit, und welche Muster lassen sich dabei erkennen? Im Anschluss steht die zentrale Frage im Mittelpunkt, wie Öffentlichkeit erhalten und im Ernstfall zurückgewonnen werden kann.

Dazu schauen wir uns den deutschen und europäischen Rechtsrahmen an – insbesondere die EU-Anti-SLAPP-Richtlinie 2024/1069 und ihre Bedeutung für Betroffene in Deutschland. Wir erarbeiten gemeinsam, wie sich juristische und kommunikative Vorbereitung sinnvoll verbinden lassen und was im Ernstfall zu tun ist. Ein besonderer Fokus liegt darauf, wie sich verschiedene Betroffenheiten und Kämpfe strategisch verknüpfen lassen und wie Öffentlichkeitsarbeit unter dem Druck einer SLAPP-Klage gestaltet werden kann. Organisationen, die bereits Erfahrung mit SLAPPs oder konkrete Strategien entwickelt haben, bringen ihre Perspektiven in den Austausch ein.

Online-Schulung: SLAPPs gegen LGBTQI+

25. November 2025 I Online I In Kooperation mit LSVD+

Rechtsanwältin Dr. Nadine Dinig stellt Erscheinungsformen und Wirkweisen von SLAPPs vor und gibt Empfehlungen für einen solidarischen Umgang damit.

SLAPP & Litigation PR

29. Oktober 2025 I Frankfurt a. M. I In Kooperation mit der IG Metall

In einer Zeit zunehmender rechtlicher Einschüchterungsversuche gegen kritische Stimmen gewinnt die strategische Kommunikation während rechtlicher Auseinandersetzungen an entscheidender Bedeutung. Während gut finanzierte Akteure oft über professionelle Litigation PR-Teams verfügen, stehen progressive Akteure häufig allein bzw. unvorbereitet da, wenn sie sich gegen SLAPP-Klagen oder andere rechtliche Angriffe verteidigen müssen.

Dieser Workshop vermittelt kritisch-investigativen Journalist:innen, Wissenschaftler:innen, Aktivist:innen und gewerkschaftlich Aktiven das Handwerkszeug für eine wirkungsvolle kommunikative Begleitung rechtlicher Verfahren. Nach einer Einführung in rechtliche Grundlagen der Kommunikation zu laufenden Verfahren und einem umfassenden Austausch zu konkreten praktischen Erfahrungswerten erarbeiten die Teilnehmenden konkrete Ansätze für eigene Kommunikationsstrategien. Und vernetzen sich mit anderen Teilnehmenden, um Supportstrukturen aufzubauen, die über den Workshop hinaus belastbar sind.

Safer community conference: Übergriffe bei Tanzveranstaltungen rechtssicher besprechbar & Tanzcommunities sicherer machen

13. September 2025 I Hamburg I In Kooperation mit a black sheep world

In Tanszenen und anderen kulturellen Räumen kommt es immer wieder zu sexistischen Übergriffen. Um dem wirksam zu begegnen, braucht es eine diskriminierungssensible Haltung, die (vor allem patriarchale) Machtstrukturen durchschaut und ihnen entschlossen entgegentritt.

Die entsprechenden übergriffigen Personen sind zu identifizieren, ihr Verhalten zu kritisieren, und in letzter Konsequenz sind sie von den Aktivitäten der Szene auszuschließen und weitere rechtliche Schritte einzuleiten, wenn sie ihr Verhalten nicht ändern bzw. wenn die Vorfälle zu massiv sind. Zur bestmöglichen Prävention von weiteren Übergriffen in möglichst vielen lokalen und regionalen Communities ist es außerdem notwendig, Informationen über diese Menschen unter verschiedenen Veranstalter:innen zu teilen.

Dabei kommt es immer wieder zu Einschüchterungsversuchen durch übergriffige Personen, die auch rechtlicher Natur sind: Öffentlich geäußerte legitime Kritik an Übergriffen wird massiv und teilweise rechtsmissbräuchlich angegangen und die öffentliche Beteiligung der Kritiker*innen an notwendigen kritischen Diskursen dadurch auf problematische Weise eingeschränkt.

Veranstalter*innen und Community-Mitglieder müssen lernen, zwischen legitimen persönlichkeitsrechtlichen Ansprüchen und strategischen Einschüchterungsversuchen (SLAPPs) zu unterscheiden. Gleichzeitig ist es entscheidend, ein herrschaftskritisches Verständnis von Awareness zu entwickeln, das übergriffiges Verhalten als das benennt, was es ist: patriarchale Gewalt, die strukturell bekämpft werden muss. 

Der Workshop vermittelt Expertise aus verschiedenen rechtlichen Bereichen sowie verschiedene Awareness-Ansätze.  Die Veranstaltung verbindet juristische Expertise mit feministischen Selbstbehauptungsstrategien, um sowohl Veranstalter*innen als auch Teilnehmende und alle anderen Betroffenen von cis-männlicher Übergriffigkeit zu empowern. 

Seminar: Presserecht in Zeiten von SLAPP — Welche Regeln gelten für die ­ journalistische Berichterstattung?

05. September 2025 I Leipzig I In Kooperation mit dem DJV

Am Vorabend zu „Besser-Online“ findet ein Seminar zum Presse- und Äußerungsrecht in Leipzig statt, organisiert vom DJV als Kooperationspartner der No SLAPP Anlaufstelle.

Rechtsanwalt Michael Schmuck gibt einen Überblick über Rechte und Pflichten bei der Recherche und der Veröffentlichung von Texten und Bildern. Anhand von anschaulichen Beispielen sensibilisiert er für die täglichen Fragen und Probleme der Äußerungs- und Meinungsfreiheit sowie des Persönlichkeitsrechts. Dabei legt er besonderen Wert auf Praxisnähe und den Online-Bereich. Schließlich stellt er die Folgen von Rechtsverletzungen dar: Abmahnung, Unterlassung, Gegendarstellung, Richtigstellung, Widerruf, Schadenersatz, Geldentschädigung/ Schmerzensgeld.

05.09.205 von 17 bis 19 Uhr, Leipzig Media School - Seminar zum Presse- und Äußerungsrecht mit Rechtsanwalt Michael Schmuck.

Podiumsdiskussion: Ein Jahr No SLAPP Anlaufstelle - Einschüchterung durch rechtliche Mittel ist auch in Deutschland ein Problem

07. Mai 2025 I Berlin I In Kooperation mit RSF Deutschland

Seit einem Jahr bietet die No SLAPP Anlaufstelle Unterstützung für Menschen, die durch strategische Klagen (SLAPPs) eingeschüchtert werden. Zum Jubiläum ziehen wir Bilanz: Wie stellt sich das Problem der rechtlichen Einschüchterungsversuche in Deutschland dar? Welche Erfahrungen haben Betroffene gemacht? Und wie können wir eine kritische Öffentlichkeit wirksamer schützen?

Die EU hat 2024 eine Richtlinie gegen missbräuchliche Gerichtsverfahren erlassen, die bis Mai 2026 in deutsches Recht umgesetzt werden muss. Diese bietet eine historische Chance für einen besseren Schutz der Meinungs- und Pressefreiheit. Darüber hinaus blicken wir auf die größere Herausforderung: Wie können progressive Diskurse und eine kritische Öffentlichkeit angesichts erstarkender antiliberaler, autoritärer Kräfte geschützt werden? SLAPPs sind mehr als nur ein juristisches Problem – sie sind Teil einer breiteren Entwicklung, die demokratische Debatten zu untergraben droht.

Die Veranstaltung beleuchtet sowohl technische Aspekte als auch die breitere demokratiepolitische Herausforderung durch SLAPPs und bringt zentrale Multiplikator*innen zusammen, um weitere Ansätze für diese Herausforderung zu finden. Von 17:30h bis 19:30h diskutieren auf unserem Podium Bettina Hesse von der dju in ver.di, Anna Hunger von der Kontext Wochenzeitung, Wissenschaftsjournalistin Sanaz Saleh-Ebrahimi und Jakob Hoffmann von der Gesellschaft für Kritische Bildung über verschiedene Perspektiven, Erfahrungen, konkrete Ansätze und deren Potenzial.

Workshop: Abmahnung, Klage, Schadensersatz – Wie SLAPPs gegen Journalist*innen funktionieren und wie du dich schützen kannst

25. Februar 2025 I Berlin I In Kooperation mit der dju in ver.di

Immer wieder sehen sich Journalist*innen mit rechtlichen Angriffen konfrontiert, die weniger auf tatsächliche Rechtsverletzungen abzielen, sondern vielmehr darauf, kritische Berichterstattung zu verhindern und einzuschüchtern. Diese sogenannten SLAPPs (Strategic Lawsuits Against Public Participation) nutzen rechtliche Mittel wie Abmahnungen, Klagen oder Schadensersatzforderungen, um unliebsame Stimmen zum Schweigen zu bringen.

In unserem Workshop berichtet Medienanwalt Dr. Jasper Prigge, wie SLAPPs funktionieren und welche Strategien Journalist*innen anwenden können, um sich zu schützen. Neben einer Einführung in die rechtlichen Grundlagen erhalten die Teilnehmenden praktische Tipps und Handlungsempfehlungen, um souverän und sicher mit solchen Angriffen umzugehen.

Der Workshop richtet sich an alle Journalist*innen, die mehr über ihre Rechte erfahren und sich gegen rechtliche Einschüchterungsversuche wappnen möchten.

Ziel des Workshops:

  •     Einblick in die Mechanismen von SLAPPs und deren Auswirkungen auf die Pressefreiheit.

  •     Praktische Strategien für Journalist*innen, um rechtliche Risiken zu minimieren.

  •     Tipps für den Umgang mit rechtlichen Angriffen

Dr. Jasper Prigge ist Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht in Düsseldorf und Mitglied im Bundesvorstand der Vereinigung Demokratischer Jurist:innen (VDI). Er verteidigt Betroffene von rechtlichen Einschüchterungsversuchen, unter anderem politische Initiativen, Verbände und Gewerkschaften.

Workshop: Angezeigt – Wenn das Strafrecht gegen Journalismus instrumentalisiert wird

29. November 2024 I Berlin I In Kooperation mit Frag den Staat

Was tun, wenn das Strafrecht instrumentalisiert wird, um gegen unerwünschte Berichterstattung vorzugehen? Der Workshop hilft Journalist*innen, mit Strafanzeigen wegen Äußerungsdelikten und anderen Vorwürfen umzugehen.

Straftaten wie Beleidigung, üble Nachrede und Verleumdung werden Journalist:innen neben anderen Delikten immer wieder einmal vorgeworfen. Dabei geht es denjenigen, die Strafanzeige erstatten, nicht selten darum, einzuschüchtern und ihnen missfallende Berichterstattung zu unterbinden. Unser Workshop zielt darauf ab, Journalist*innen juristisches und praktisches Wissen zu vermitteln, um besonnen und angemessen mit einem gegen sie gerichteten Strafverfahren umzugehen.

Seminar: SLAPPs gegen Gewerkschafter*innen und Betriebsräte.

09. November 2024 I Köln I In Kooperation mit der Aktion gegen Arbeitsunrecht

Die No SLAPP Anlaufstelle richtet gemeinsam mit Kooperationspartner Aktion gegen Arbeitsunrecht ein Seminar für Gewerkschafter*innen, Betriebsratsmitglieder, Redakteure und Autor*innen von Betriebszeitungen und Blogs aus.

Unterstützt durch die Rechtsanwälte Eberhard Reinecke und Sven Tamer Forst beleuchten wir Fragen der innerbetrieblichen Demokratie und Meinungsfreiheit im Spannungsfeld von rechtlichen Maßnahmen gegen Beschäftigte und Gewerkschafter*innen. Unternehmenskritik und Whistleblowing können zu Kündigung, hohen Gerichts- und Anwaltskosten und horrenden Schadensersatzforderungen führen — wenn es schlecht läuft.

  • Was tun, wenn eine Unterlassungsaufforderung im Briefkasten ist?

  • Häufige Fehler und falsche Einschätzungen.

  • Übliche Methoden und Tricks der Medienkanzleien. Faustregeln und bewährte Methoden der juristischen und politischen Gegenwehr.

  • Prävention und Resilienz: Wie arbeite ich möglichst sauber, ohne in Selbstzensur und ängstliche Vermeidungshaltung zu verfallen?

  • Wie bringen wir unsere Anliegen nach vorne — trotz massiven Gegenwinds oder vielleicht sogar dadurch? Lassen sich juristische Angriffe und Prozesstermine nutzen, um Öffentlichkeit zu schaffen? (Wenn unser Thema belanglos wäre, würde es ignoriert; was unterdrückt werden soll, ist hingegen interessant.)

  • Warum eingentlich immer Hamburg? Die Pressekammer des Landgerichts Hamburg ist die bevorzugte Adresse von Abmahn- und Unterlassungsanwälten. Dass Unternehmen, Behörden und mächtige Einzelpersonen, die unliebsame Berichte verhindern wollen, hier auf mehr Verständnis stoßen als an anderen Landgerichten hat Tradion. Wie entsteht eine solche Tradion? Was ist daran problematisch?

Expert*innen der Anlaufstelle bei der re:publicca

29. Mai 2024 I Berlin

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Podiumsdiskussion & Empfang: Vorstellung der NO SLAPP Anlaufstelle zum Schutz publizistischer Arbeit in Deutschland

16. Mai 2024 I Berlin

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